Erfolgreich präsentieren:  Hirn an Rechner aus

15.12.2021

Gute Präsentationen sind in erster Linie gut gedacht und erst danach auch gut gemacht. Mein Tipp: Nehmt euch „vorne“ die Zeit, darüber nachzudenken, welche Inhalte für eure Zuhörer:innen relevant sind und wie ihr sie am besten strukturiert. Kluges Denken spart euch „hinten“ eine Menge unnötiger Folien und dauerndes Umbauen der Präsentation.

Das Geheimnis erfolgreicher Präsentationen besteht in einem radikalen Perspektivwechsel. Was würde mich an Stelle meines Zuhörers interessieren? Oft geht es mehr um das große Bild als das kleine Detail.

Und: Viele Produkt- und Konzept-Präsentationen beschreiben sehr genau das WAS und meist auch das WIE. WAS haben wir entwickelt und WIE funktioniert es? Kunden, Mitarbeiter:innen, Vorgesetzte brauchen aber auch eine Antwort auf die Frage, WARUM beschäftigen wir uns überhaupt damit und WOZU – was erreichen wir damit? Warum benötigen wir überhaupt eine neue Struktur, eine neue Software, eine neue App? Und wir brauchen als Zuhörer:in auch eine Antwort auf die Frage „Wozu das Ganze?“, also was erreichen wir damit? Was ist der Nutzen, der Mehrwert?

Ganz einfach: Ohne Problem brauchen wir keine (neue) Lösung!

Und natürlich: Gute Präsentationen sind zielführend! Viele Präsentator:innen berichten bei der Frage nach dem Ziel der Präsentation, sie wollten ein Konzept darstellen, über ein Produkt, einen Prozess informieren. Aber das sind Maßnahmen, keine Ziele! Ein Ziel definiert, was ihr erreichen wollt.

Es beschreibt das Ergebnis: Was sollen eure Zuhörenden anschließend denken oder tun? Also die „Freigabe von…“, den „Kauf von…“, die „Begeisterung über….“ Um diese Ziele zu erreichen, sind manchmal ganz andere bzw. zusätzliche Argumente notwendig. Da greifen die „Informieren über“-Präsentationen einfach zu kurz. Seid klar in der Unterscheidung von Maßnahmen (was Ihr tut) und dem Ziel (was der Zuhörer tun soll). Mit der Orientierung am Ziel verändern sich sofort eure Inhalte und auch eure Überzeugungskraft.

Der Dreh- und Angelpunkt einer erfolgreichen Präsentation ist nun, dass Ihr euch auf die wirklich relevanten Inhalte fokussiert. Also jene, die aus dem Perspektivwechsel heraus für eure Zuhörer bedeutsam und die aus eurer eigenen Perspektive für euer Ziel wichtig sind. Früher galt eine Präsentation als gut, wenn wirklich nichts mehr fehlte. Es galt das Prinzip der Vollständigkeit. Heute in Zeiten des Informationsüberflusses und der Zeitverknappung, gilt das Prinzip der Relevanz!

Im nächsten Beitrag geht es um die Struktur in Präsentationen. Freut euch auf mehr!

Überzeugungskraft durch Relevanz